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Mayrhofen, die "Hauptstadt" des Zillertals


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Wandern in Mayrhofen

  
  
HOCHGEBIRGS-NATURPARK ZILLERTALER ALPEN
Auf allen Linien einzigartig: vor kurzem wurde den Zillertaler Alpen, die schon seit 1991 unter Schutz stehen,
das Prädikat "Naturpark" verliehen - der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen" ist somit der erste Naturpark Tirols!

Die gesetzlichen Bestimmungen sichern im 372 km großen Gebiet zwischen dem Zemmtal und
dem Zillergrund der Natur den Vorrang.

Neben Murmeltieren, Adlern und Gemsen finden auch beinahe ausgestorbene Tiere des Hochgebirges hier wieder ihren Platz: die ganz und gar nicht scheuen Steinböcke und als regelmäßiger Gast der gewaltige Bartgeier,
ein Aasfresser mit über 2,5m Flügelspannweite.

Steht man vor der Einsamkeit der Bergwelt und lässt den Blick über die Wiesen und Wälder gleiten,
so glaubt man sich ganz alleine, umgeben von unberührter Natur.

Und doch hat der Mensch bis in höchste Regionen seine Spuren hinterlassen.

In Jahrhunderte alter Tradition bewirtschaftet er die Almen, Bergmähder und Wälder.

Daraus erst entwickelten sich die Blumen reichen Almwiesen und dichte Wälder wichen aussichtsreichen Wiesen.

In diesem Sinne: genießen Sie die einzigartige Hochgebirgslandschaft des Naturparks.

Vom Talboden bei der Ortschaft Ginzling (ca. 1000m) bis zum höchsten Berg des Zillertals,
dem Hochfeiler (3510m) erstreckt sich das Schutzgebiet.

Zahlreiche Wege, Berggasthöfe, acht Schutzhütten und eine Vielzahl lohnender Gipfel bieten den Naturliebhabern,
den Wanderern, Bergsteigern und Kletterern zahlreiche Möglichkeiten zur Erholung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Gudrun Wallentin
Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
A-6290 Mayrhofen 307
Tel. und Fax: 0043 / 5285 / 63601

  
Mayrhofens vier Gründe - DIE SEITENTÄLER DES ZILLERTALES

Das eigentliche Zillertal endet ganz unvermittelt im breiten Talkessel von Mayrhofen.

Mächtig ragen die steilen Gipfel ringsum w. empor.

Bei Mayrhofen fächert sich die Landschaft in vier zunächst schluchtartige Täler auf, die "Gründe" genannt werden.

Diese bieten unerschöpfliche Wandermöglichkeiten mit mehr als 200 km Wanderwegen.

Eine große Anzahl sehr gut geführter Alpengasthöfe laden den Wanderer zur Einkehr und Stärkung ein.
  
Zillergrund

Der etwa 24,5 Kilometer lange Zillergrund ist der östlichste der vier "Inneren Gründe".

Er beginnt beim Heiliggeistjöchl (2658 m) an der österreichisch-italienischen Grenze und
mündet in einer leicht zu begehenden, bewaldeten Schlucht bei Mayrhofen ins Zillertal.

Ca. 300 Meter über dem Talboden liegt der Ort Brandberg.

Diesen wildromantischen Ort auf 1092 Meter Seehöhe erreicht man mühelos von Mayrhofen aus auf
der 5,5 Kilometer langen Straße, die eine maximale Steigerung von 13 Prozent aufweist.

Der hinterste Teil des weit in den Gneistock des Hochgebirges hineinführenden Zillergrundes heißt Zillergründl.

Heute dehnt sich dort der gleichnamige mächtige Stausee aus.

Für jene Gäste, die Hüttenwanderungen bevorzugen, bietet sich die Plauener Hütte auf 2373 m
(von Bärenbad in ca. 3 Std. zu erreichen) an.

  
WANDERZIELE IM ZILLERGRUND BETTEN HÖHENLAGE
1 Alpenvereinshütte: PLAUENER HÜTTE 90 Lager 2.373 m
3 bewirtsch. Hütten: IN DER AU 11 Betten 10 Lager 1.269 m
BÄRENBAD 6 Notlager 1.450 m
KAINZENALM Keine Übernachtg. 1.555 m
4 Alpengasthöfe:ALMSTÜBERL Keine Übernachtg. 1.022 m
HÄUSLING 42 Betten, 3 Fewo 1.050 m
KLAUSHOF 2 FEWO, Almhütte 1.040 m
ZILLERGRUND 50 Betten 690 m
1 bewirtsch. Alm: BÄRENBADALM keine Übernachtung 1.450 m
  

Zillergrund Umweltbonus

Bis nach Bärenbad schlängelt sich eine schmale Straße durch den Zillergrund, das im Zillertal als bestes Radler
und Wanderterrain gilt.

Damit dabei möglichst wenig Autolärm und Abgase stören, ist der Pkw-Verkehr hier stark eingeschränkt.

Als Busbenutzer werden Sie belohnt: öS 20,- für Ihre lause haben Sie schon mit der einer der Hütten oder
in einem der Wirtshäuser im Zillergrund einlösen.

Für die Kleinen gibt's natürlich den Kinderbonus extra.

Übrigens: Der Bus bringt Sie bequem bis auf die Staumauer des Zillergründl Stausees.

Autofahrer müssen ihr Vehikel 400 Höhenmeter tiefer bei der Bärenbadhütte abstellen.

Abfahrt "Zillergrundlinie" Bahnhof Mayrhofen.
 

Wanderungen in Brandberg

Bergmähdenweg Brundherg- von Wiecht his zum Kolmhaus

Auf diesem wunderschönen Weg begleitet Sie ein kleines Büchlein mit Einblicken in das Leben, die Natur und
die Geschichte von Brandberg.

Der Weg, auf dem erst vor wenigen Jahren die letzten Fuhren Bergheu im Winter mit Schlitten zu Tal gebracht wurden, führt Sie in die Brandberger Bergmähder und zum Kolmhaus.

Mit etwas Glück können Sie hier im Sommer, meist im August, miterleben, wie die Bergbauern auf
diesen kargen Flächen Bergheu für ihre Kühe gewinnen.

Heute bringen die Bauern das Heu mit der Seilbahn zu Tal.

Die schwere Arbeit der Bauern bringt auch uns Besuchern Vorteile: Wo die Bauern wirtschaften wie bisher,
bleiben die bunten Bergblumenwiesen erhalten.

Ein Video zeigt die Zusammenhänge.

Sie erhalten Buch und Video zum Beramähderweg bei:
Betreuung Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen
Tel. 0043 - 5285 - 63601

  
WANDERZIELE IN BRANDBERG BETTEN HÖHENLAGE
1 bewirtschaftete Hütte: KOLMHAUS 20 Betten 1.842 m
3 Alpengasthöfe: STEINERKOGEL 24 Betten 1.263 m
HOCHWARTH 11 Betten 1.212 m
THANNER 60 Betten 1.082 m
  
Stilluptal

Von den "Inneren Gründen des Zillertales ist der Stillupgrund der kürzeste.

Eine kurvenreiche Mautstraße mit einer Maximalsteigung von 15 Prozent führt zu
dem seit 1966 bestehenden 2,5 Kilometer langen Wochenspeicher Stillupp (1116 m).

Schön gelegen ist hier am Speichersee der Alpengasthof Wasserfall (1130 m).

Die Weiterfahrt vorbei am Stilluphaus (1192 m) zur Grüne-Wand-Hütte (1438 m) im hintere Stillupgrund ist nur mit Genehmigung der Weginteressenschaft möglich.

Linienbusse verkehren ab Mayrhofen bis zur Grüne-Wand Hütte (Fahrpläne siehe Seite 92).

Von dort erreicht man auf eine gut angelegtem Weg in co. 2 Stunden die Kasseler Hütte.

Ca. 2 km südöstlich von Mayrhofen zweigt von der Stillupper Straße ein Weg ab, der zum Gasthof Wiesenhof führt.
  
WANDERZIELE IN STILLUPTAL BETTEN HÖHENLAGE
1 Alpenvereinshütte: KASSELER HÜTTE (DAV) 30 Betten, 75 Lager 2.178 m
1 bewirtsch. Hütte: GRÜNE-WAND-HÜTTE 14 Betten 15 Lager 1.438 m
3 Alpengasthöfe: LACKNERBRUNN 20 Betten 1.040 m
WASSERFALL 12 Betten 1.130 m
STILLUPHAUS 17 Betten 1.194 m
  
Zemmgrund

Der Zemmgrund ist der weitaus verzweigteste der vier Gründe.

Die linke (westliche) Talseite des Zemmgrundes bildet der steile, weitgehend ungegliederte Tuxer Hauptkamm.

Von Osten hingegen münden mehrere Täler in den Zemmgrund: die Floite, die Gunggl und die Igente.

Der Zemmgrund wird bis Breitlohner (1257 m) durch die Bundesstraße 169 für den Verkehr erschlossen,
dann führt eine Mautstraße weiter durch den Zamsergrund bis zum Schlegeis-Stausee (1800 m).

TIPP!
GINZLING - Ausstellung des Naturparks Zillertaler Alpen "Laß dir erzählen ..über Schmuggler und von Wilderern"
In der alten Volksschule von Ginzling - Dornauberg.
  
WANDERZIELE IM ZEMMGRUND BETTEN HÖHENLAGE
5 Alpenvereinshütten: BERLINER HÜTTE (DAV) 180 Plätze 2.040 m
FRIESENBERGHAUS (DAV) 24 Zi-Lager 2.498 m
FURTSCHAGELHAUS (DAV) 135 Lager 2.295 m
GREIZERHÜTTE (DAV) 17 Zi-Lager, 68 Lager 2.227 m
OLPERERHÜTTE (DAV) 45 Lager 2.389 m
11 bewirtschaftete Hütten: ALPENROSE 55 Betten, 25 Lager 1.875 m
DOMINIKUSHÜTTE 13 Betten, 18 Lager 1.805 m
GRAWANDHÜTTE 20 Betten, 14 Lager 1.640 m
INNERBÖDEN 14 Betten 1.301 m
MAXHÜTTE Keine Übernachtung 1.445 m
ROSSHAG 20 Betten 1.096 m
STEINBOCKHAUS Keine Übernachtung 1.380 m
TRISTENBACHALM Keine Übernachtung 1.177 m
OBERBÖDEN Keine Übernachtung 1.500 m
PFITSCHERJOCHHAUS 30 Betten, 15 Lager 2.276 m
SCHLEGELS-RESTAURANT Keine Übernachtung 1.800 m
2 Alpengasthöfe: BREITLAHNER 45 Betten, 35 Lager 1.257 m
KARLSTEG 20 Betten  897 m
  
Wanderungen im Zemmgrund !
Lass Dir erzählen! Ginzling, von Karlsteg nach Breillahner

Ein sehr persönliches Büchlein ist der Wegbegleiter für eine Wanderung vom Gasthof Karlsteg über das Ortszentrum von Ginzling bis nach Breitlahner, wo sich der Weg teilt: einerseits weiter in den Zemmgrund mit der Alpenrosehütte und der Berliner Hütte, und andererseits in den Zamsergrund zum Schlegeisspeicher und weiter zum Pfitscherjoch. Für dieses Büchlein sammelte der Ginzlinger Alfred Kröll Geschichten aus dem Ort, ergänzte sie mit den Fakten aus der Chronik und den Besonderheiten der lokalen Tier? und Pflanzenwelt und machte daraus eine sehr persönliche Erzählung, die den Wanderer von Karlsteg bis Breitlahner begleitet. Die Bilder von Athanas Gritzer (ebenfalls aus Ginzling) runden es harmonisch ab. Sie erhalten dieses Buch bei: Betreuung Hochgebirgs-Naturpark

DURCH DEN ELOITENGRUND ZUR GREIZER HÜTTE
Bis zur Tristenbachalm (1177 m) kann man von Ginzling aus auf schmaler Straße (Keine offizielle Straße. Befahrung der Straße auf eigene Gefahr ?Steinschlag droht!) mit dem PKW fahren. Von hier aus führt der Weg über die Sulzalm (1319 m) und die Jausenstation Steinbockhaus (1382 m) in etwa 4 Stunden zu der über dem innersten Floitengrund gelegenen Greizer Hütte (2227 m).

DIE GUNGGL
Die Gunggl ist ein wildes Hochtal, das man in einer halben Stunde von Ginzling aus talaufwärts erreicht. Auf einem steilen Weg durch den Wald gelangt man in ca. einer Stunde zur Maxhütte auf 1445 Meter Seehöhe. Von hier aus konnten die Steinböcke - sie waren in Tirol bereits vor langer Zeit ausgerottet worden - wiederum im Hochgebirgs-Naturpark angesiedelt werden

DURCH DEN ZEMMGRUND ZUR BERLINER HÜTTE
Breitlohner (1257 m) ist die letzte Dauersiedlung im Tal Von hier führt der Weg weiter gegen Südosten in den hinteren Zemmgrund. Auf dem Wanderweg Nr. 523 gelangt man in ca. 3 Stunden über die Grawand- (1636 m) und die Alpenrosen Hütte (1873 m) zur berühmten, schön gelegenen Berliner Hütte (2042 m). Die prächtige Hütte aus der Gründerzeit steht übrigens als einzige Alpenvereinshütte unter Denkmalschutz. Es gibt wohl nur wenige Schutzhütten in den Alpen, die als Ausgangspunkt eine solche Fülle an Touren verschiedener Art und Schwierigkeiten anbieten können. Was jedoch niemand versäumen sollte, ist der Aufstieg auf dem gut markierten Berliner Höhenweg Nr. 502 zum einsam gelegenen Schwarzsee (1,5 Std., 2472 m), von dem aus man eine prächtige Aussicht hat und der als einer der reizvollsten Plätze der Alpen gilt.

WANDERUNGEN UND BERGTOUREN RUND UM DEN SCHLEGEISSTAUSEE
Die Dominikushütte, die knapp oberhalb des nördlichen Endes der Staumauer liegt, kann als Ausgangspunkt für eine erlebnisreiche ca. fünfstündige Rundwanderung, die auf gut markierten Höhenwegen über die Olpererhütte (2388 m) und das Friesenberghaus (2477 m) führt, gewählt werden. Die Olpererhütte kann in ca. 2 Stunden vom Schlegeisspeicher aus erreicht werden. Die allgemein befahrbare Uferstraße führt zum Zamser Gatterl, wo sich großle Parkplätze und eine Jausenstation befinden. Von hier führt der Weg den Zamser Bach aufwärts zum Pfitscher Joch (2246 m). Das Pfitscher Joch , an dem seit 1919 die österreichisch-italienische Grenze verläuft, trennt den Tuxer Kamm vom Zillertaler Hauptkamm und ist leicht zu passieren. Der breite Weg, der vom Zamser Gatterl aus weiter am See entlang bis zum Ende des Schlegeisgrundes führt, ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Er bildet eine herrliche Seepromenade; schließlich führt der Weg in vielen Zickzackwindungen steil zum Furtschaglhaus (2293 m). (vom Zamser Gatterl 2,5 Std.)

  
  
  

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